Anzeigepflicht

Zu beachten ist, dass unbedingt zwischen vor- und nachvertraglicher Anzeigepflicht unterschieden werden muss. Sollte nach Vertragsabschluss das Risiko einer Berufsunfähigkeit steigen, hat der Versicherungsnehmer die nachvertragliche Anzeigepflicht, seine Versicherung davon umgehend in Kenntnis zu setzen, damit der Leistungsschutz neu evaluiert und die monatlichen Beiträge im Zuge dessen angepasst werden können.

Ein Beispiel für ein erhöhtes Risiko ist, wenn ein Verwaltungsfachangestellter seinen Beruf wechselt und nun als Veranstaltungstechniker arbeitet oder wenn in der Freizeit neuerdings eine Sportart betrieben wird, die allgemein als Risiko für die eigene Gesundheit eingestuft wird. Viele Versicherungen zum Berufsunfähigkeits-Schutz verzichten auf die Klausel der nachträglichen Anzeigepflicht. Anders verhält es sich mit der vorvertraglichen Anzeigepflicht: Vorerkrankungen, Beeinträchtigungen, Störungen oder Krankenhausaufenthalte müssen vor Vertragsabschluss im Antragsformular wahrheitsgetreu angegeben werden.

Zurück zum Lexikon