Abstrakte Verweisung / Verweisungsklausel

Ist in einem Vertrag die abstrakte Verweisung nicht ausgeschlossen, prüft der Versicherer im Leistungsfall neben der Berufsunfähigkeit im ausgeübten Beruf weiter, ob der Versicherte noch einen ähnlichen Beruf ausüben könnte. Eine Berufsunfähigkeit wird nur dann anerkannt, wenn der Versicherte weder seinen zuletzt ausgeübten Beruf noch eine ähnliche (Verweisungs-)Tätigkeit zu mindestens 50% ausüben kann.

Anforderungen an den Verweisungsberuf: Hierbei werden die Kenntnisse und Fähigkeiten (Ausbildung, Studium, Schulabschluss), die gesellschaftliche Stellung und Einkommenssituation berücksichtigt. Dies bedeutet, dass der Versicherte weder auf minderqualifizierte noch auf höherqualifizierte Berufe verwiesen werden kann. Das Risiko, trotz vorliegender Berufsunfähigkeit den Berufswechsel erfolgreich zu gestalten, geht vollkommen zulasten des  Versicherten. Beispielsweise kann ein Außendienstmitarbeiter, der aufgrund von gesundheitlichen Problemen nicht mehr Autofahren kann, auf eine ähnliche Stelle im Innendienst verwiesen werden.

 

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